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40 Jahre Offene Tür Josefshaus

Für die Pfarre St. Josef stand 1970 die Frage eines neuen Pfarrheims an. Pastor Dr. Lambert Drink entschied zusammen mit Kirchenvorstand und Jugendleitern, das Grundstück des alten Jugendheims in der Düppelstraße zu veräußern und auf kircheneigenem Gelände im Kirberichshofer Weg 6a eine „Offene Tür“ zu bauen. Hier sollte sowohl offene, als auch Verbands-, Kinder- und Jugenarbeit ihren Platz haben.

Am 19. März 1972, am Patronatsfest des Heiligen Josef, wurde das „Josefshaus“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Kaplan Timmermann leitete das Haus kommissarisch, bis der aus Bolivien zurückgekehrte Alfred Stoffels als hauptamtliche Fachkraft die Arbeit übernahm. Nun wurde mit Eifer daran gearbeitet, unter einem Dach zu vereinen, was im Josefshaus seinen Platz finden wollte – Pfarrjugend, Singkreise, Schützenbrüder, Schachvereine, Messdiener, Kinder und jugendliche Besucher des Hauses ohne kirchliche Bindung…

Pastor Drink bemerkte schon damals sehr passend in der Pfarrchronik: „Es braucht viel gegenseitige Rücksicht, dass es zu einem guten Miteinander kommt. Ein neuer Lernprozess für alle Beteiligten.“ Diese Worte, vor vierzig Jahren gesprochen, gelten mit Sicherheit noch heute. Das Josefshaus hat seinen festen Platz in der Gemeinde gefunden. Hat es auch äußerlich sein Gesicht im Wesentlichen behalten, so hat sich im Inneren doch einiges geändert: ein Photolabor wurde Tonstudio, aus Jungenraum wurde Medienraum, … – geblieben sind Sporthalle, Kegelbahn, Küchen, Keller und der ewig geliebte Tobe-Raum.

Heimleiter wie Albert Gehlen, der über zwanzig Jahre das Josefshaus leitete, sowie heute Richard Okon haben das gute Ansehen des Hauses im Viertel, aber auch in der gesamten Stadt, geprägt. Gruppierungen wie die Tropigarde, die Pfarrjugend und ihre legendären Pfingstlager und die beliebten Ferienfahrten haben ihren Anteil dazugetan. Heute nach vierzig Jahren ist die Existenz des Josefshaus wichtiger denn je. Nie haben wir Mitarbeiter im Josefshaus mehr Kinder und Jugendliche in Not erlebt als in dieser Zeit. Für viele der oft hundert Besucher täglich ist das Haus zu einem wahren Zufluchtsort geworden. Die nötige Rückendeckung und Kraft für die Arbeit finden wir in den letzten Jahren immer wieder durch unseren Pastor Markus Frohn und viele engagierte Gemeindemitglieder. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken.

Schließen möchten wir mit den Worten unseres verstorbenen Pastors Drink zum Josefshaus: „Möge St. Josef (und natürlich auch Fronleichnam) alles fördern und behüten, was hier begonnen und getan wird.“

Monika Lauffs

Pfarrgemeinde St. Josef und Fronleichnam - Leipziger Str. 19 - 52068 Aachen