Schutzkonzept für die Gemeinde St. Josef und Fronleichnam


1. Einleitung
Kinder- und Jugendarbeit in unseren Pfarrgemeinde ein wichtiger Bestandteil unserer pastoralen
Arbeit. Derzeit vollzieht sich dies sich in der OT Josefshaus, in Sternsinger- und
Messdienergruppen, in der Erstkommunion- und Firmvorbereitung.
Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass Kinder und Jugendliche gerne zu uns kommen, sich
angenommen, wert geschätzt, wohl und sicher fühlen. Ebenso möchten wir, dass die Eltern ihre
Kinder bei uns gut aufgehoben wissen. Wir möchten als Pfarrgemeinden ein Teil der Kirche sein,
die sich bemüht, mit der pastoralen Arbeit die Liebe Gottes zur Welt und seinen Geschöpfen
sichtbar zu machen.
Damit tragen wir eine große Verantwortung für das Wohl der uns anvertrauten Kinder und
Jugendlichen und wollen Sie - soweit es in unseren Möglichkeiten liegt – vor sexuellen
Übergriffen, vor einer sexualisierten Atmosphäre und geschlechtsspezifischen Diskriminierungen
schützen.
Der in diesem Schutzkonzept vorgestellte Verhaltenskodex ist verbindlich für alle, die in unserem
Namen und Auftrag mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sei es haupt-, neben-, oder
ehrenamtlich. Gleichzeitig möchten wir allen Beteiligten damit einen sicheren Handlungsrahmen
geben.
An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass für die OT Josefshaus, deren Rechsträger der
katholische Kirchengemeindeverband (KGV) Aachen-Ost/Eilendorf ist, ein eigenes institutionelles
Schutzkonzept vorliegt.
Im Folgenden werden Kinder und Jugendliche Schutzbefohlene genannt. Diese Formulierung
inkludiert ebenfalls schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene, wie z.B. in der Altentagesstätte,
Chaostheater, Frauentreffen, Beratungsangebote und Bücherinsel. Alle Personen, die mit
Schutzbefohlenen arbeiten, werden BetreuerInnen genannt.
2. Persönliche Eignung
In unserer Pfarrgemeinde werden nur Personen mit der Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung
oder Ausbildung von Schutzbefohlenen betraut, die neben der erforderlichen fachlichen auch über
die persönliche Eignung verfügen.
Personen, die wegen strafbarer sexualbezogener Handlungen nach dem Strafgesetzbuch oder dem
kirchlichen Recht verurteilt worden sind, dürfen nicht eingesetzt werden.
Näheres regelt die Präventionsordnung des Bistums Aachen.
3. Präventionsfachkraft
Sexualisierte Gewalt ist ein belastendes Thema. Damit die Menschen in der Pfarrei Unterstützung
und Entlastung erfahren können, gibt es in der Pfarrei eine Präventionsfachkraft.
Institutionelles Schutzkonzept der Pfarrei St. Josef und Fronleichnam Aachen
Mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe ist Laila Vannahme nach entsprechender Ausbildung beim
Bistum Aachen betraut.
Laila Vannahme ist zu erreichen unter der Telefonnummer:
Ebenso ist sie unter dieser Mailadresse erreichbar: praevention@st-josef-und-fronleichnam.de
Laila Vannahme übt die Tätigkeit der Präventionsfachkraft ehrenamtlich aus.
Die Präventionsfachkraft ist
• Ansprechpartnerin für haupt- und nebenberuflich Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige bei
allen Fragen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt.
• kennt die Verfahrenswege bei Verdachtsmeldungen und kann über interne und externe
Beratungsstellen informieren.
• unterstützt den Rechtsträger bei der Umsetzung des/der institutionellen
Schutzkonzepte/s und bemüht sich um die Platzierung des Themas in den Strukturen und
Gremien.
• berät bei Planung, Organisation und Durchführung von Präventionsprojekten und
-maßnahmen für Minderjährige und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene und trägt Sorge
dafür, dass qualifizierte Personen zum Einsatz kommen.
Die Präventionsfachkraft ist in ihrer Tätigkeit weisungsungebunden.
4. „Erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis“, Selbstauskunftserklärung und
Unterzeichnung des Verhaltenskodex
4.1. Angestellte
Entsprechend der Präventionsordnung des Bistums Aachen lassen sich die Träger dieses
Schutzkonzeptes von allen haupt- und nebenamtlich Angestellten mit Kontakt zu Schutzbefohlenen
unabhängig vom Beschäftigungsumfang ein „Erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis“ vorlegen;
vor Aufnahme der Beschäftigung und dann in einem fünfjährlichen Abstand. Die Anforderung des
polizeilichen Führungszeugnisses obliegt dem jeweiligen Anstellungsträger, bzw. dem KGV.
Einmalig wird eine Selbstauskunftserklärung nach Anlage 1 dieses Schutzkonzeptes vorgelegt.
Der Verhaltenskodex (Anlage 2) ist mit Unterschrift verbindlich anzuerkennen.
4.2. Ehrenamtliche
Die Träger entscheiden gemäß ihren gesetzlichen und vertraglichen Bindungen, wer für seine
ehrenamtliche Arbeit ein „Erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis“ vorlegen muss.
Grundsätzlich sind dies schon einmal alle Ehrenamtlichen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, als
auch alle Personen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, die mit Schutzbefohlenen über Nacht
weg fahren, Kinder- oder Jugendgruppen betreuen oder leiten oder in einem ähnlich intensiven
Kontakt mit Schutzbefohlenen sind.
In allen weiteren Fällen entscheidet der jeweilige Leiter des Trägers in Zusammenarbeit mit der
Präventionsfachkraft, ob die Vorlage erforderlich ist.
Das „Erweiterte Polizeiliche Führungszeugnis“ ist mit einer Bestätigung der Pfarrgemeinde
kostenfrei. Der Verhaltenskodex (Anlage 2) ist mit Unterschrift verbindlich anzuerkennen.
teil. Die Träger wirken darauf hin, dass alle Ehrenamtliche an einer Präventionsschulung teilnehmen.
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Institutionelles Schutzkonzept der Pfarrei St. Josef und Fronleichnam Aachen
5. Verhaltenskodex
Dieser vorliegende Verhaltenskodex soll dem Ziel dienen, die uns anvertrauten Schutzbefohlenen
zu schützen und enthält deswegen für alle BetreuerInnen verbindliche Verhaltensregeln.
Da in so einem Kodex nicht jeder erdenkbare Einzelfall geregelt werden kann, geht es darum, diese
Regeln situationsabhängig und verantwortungsvoll anzuwenden. Dabei kommt es weniger auf den
genauen Wortlaut an, als auf die dahinter stehende Intention des Schutzes.
5.1. Gestaltung von Nähe und Distanz
In der Arbeit mit Schutzbefohlenen bin ich mir meiner besonderen Rolle als Vorbild, als
Vertrauensperson und meiner Autoritätsstellung bewusst. Ich missbrauche dieses Machtverhältnis
nicht, sondern verpflichte mich dazu, meine Machtposition nicht auszunutzen. Das gilt auch beim
Eingehen von freundschaftlichen und sexuellen Beziehungen.
Spiele, Methoden, Übungen, Aktionen werden von mir so gestaltet, dass den Teilnehmenden keine
Angst gemacht wird. Individuelle Grenzen nehme ich ernst und respektiere sie und werde sie nicht
abfällig kommentieren.
Einzelgespräche und Übungseinheiten finden nur in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten statt.
Diese müssen jederzeit von außen zugänglich sein. Privaträume sind in aller Regel tabu für
Einzelgespräche. Wer aus guten Gründen von dieser Regel abweicht, muss dies immer transparent
machen. Das bedeutet beispielsweise, zuvor andere BetreuerInnen oder KollegInnen darüber zu
informieren; in begründeten Ausnahmefällen ist dies auch noch nachträglich möglich.
5.2. Sprache und Wortwahl
Ich passe meine Sprache und meine Wortwahl meiner Rolle an. In keiner Form des Miteinanders
verwende ich sexualisierte Sprache. Ebenso dulde ich keine abfälligen Bemerkungen und
Bloßstellungen, auch nicht unter Schutzbefohlenen.
Bei sprachlichen Grenzverletzungen werde ich meiner Rolle gerecht und schreite ein.
Schutzbefohlene nenne ich bei ihrem Vornamen. Spitznamen verwende ich nur, wenn das Kind /
der Jugendliche das möchte. Kosenamen wie z.B. Schätzchen oder Mäuschen verwende ich nicht.
5.3. Angemessenheit von Körperkontakten
Mit körperlichen Berührungen gehe ich zurückhaltend um und dann auch nur, wenn die / der
jeweilige Schutzbefohlene dies auch wünscht oder die Situation es zur Abwehr einer Bedrohung
(z.B. Straßenverkehr, tätliche Auseinandersetzungen unter Schutzbefohlenen) erfordert.
Ebenso schreite ich bei unangemessenen Körperkontakt unter Schutzbefohlenen ein.
Mir ist bekannt, dass körperliche Annäherung in Verbindung mit Belohnung oder Bestrafung
verboten sind.
5.4. Verhalten auf Freizeiten und Reisen und Beachtung der Intimsphäre
Soweit es meinem Verantwortungsbereich entspricht, werde ich dafür sorgen, dass auf
Veranstaltungen und Reisen Schutzbefohlene von einer ausreichenden Anzahl an BetreuerInnen
begleitet werden, bei geschlechtsgemischten Gruppen soll sich dies auch bei den BetreuerInnen
widerspiegeln. Schutzbefohlene und BetreuerInnen schlafen in getrennten Räumen. Diese sollen
nach Möglichkeit geschlechtsgetrennt sein. Ausnahmen aufgrund räumlicher Gegebenheiten
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Institutionelles Schutzkonzept der Pfarrei St. Josef und Fronleichnam Aachen
werde ich vor der Veranstaltung klären und gegenüber den Erziehungsberechtigten und ggf. der
Präventionsfachkraft transparent machen.
In Schlaf- und Sanitärräumen; Umkleiden und ähnlichen Räumen halte ich mich als
Betreuungsperson in aller Regel nicht alleine mit Schutzbefohlenen auf. Ausnahmen kläre ich mit
der Leitung der Veranstaltung vorher ab.
Übernachtungen von Schutzbefohlenen in privaten Räumlichkeiten von mir oder anderen
Betreuungspersonen lasse ich in aller Regel nicht stattfinden. Mir ist bekannt, dass Ausnahmen
hiervon der Präventionsfachkraft nach Möglichkeit zuvor begründet bekannt gegeben werden und
gegenüber den Erziehungsberechtigten transparent gemacht werden müssen.
Zimmer und Schlafplätze aller Beteiligten beachte ich als deren Privat- bzw. Intimsphäre. Ohne
vorheriges Anklopfen betrete ich diese Räume nicht.
Ich fotografiere oder filme niemanden in nackten Zustand, aufreizender oder leicht bekleideter Pose
oder gegen seinen Willen. Machen dies Gruppenmitglieder untereinander, schreite ich ein. Mir ist
bewusst, dass das Recht am eigenem Bild uneingeschränkt zu beachten ist.
Mutproben gehören nicht in meine Arbeit mit Schutzbefohlenen.
5.5. Umgang mit und Nutzung von sozialen Netzwerken
Ich sensibilisiere Schutzbefohlene für eine verantwortungsvolle Nutzung der digitalen Medien und
sozialen Netzwerke. Gegen jede Form von Diskriminierung, gewalttätigen oder sexistischen
Verhalten und Mobbing beziehe ich Stellung und schreite ein.
Mir ist bekannt, dass jedwede pornographischen Inhalte, egal in welcher Form, nicht erlaubt sind.
4.6 Zulässigkeit von Geschenken
Finanzielle Zuwendungen, Belohnungen und Geschenke an Einzelne werde ich - wenn überhaupt
- nur in einem geringen Maße vergeben und ohne, dass daran eine Gegenleistung geknüpft ist.
4.7 Erzieherische Maßnahmen
Bei erzieherischen Maßnahmen steht das Wohl der Schutzbefohlenen im Vordergrund. Deswegen
sorge ich dafür, dass Maßnahmen im direkten Zusammenhang mit dem Regelbruch stehen und
angemessen sind. Jede Form von Gewalt, Erniedrigung, Bloßstellung oder Freiheitsentzug ist
untersagt und wird deswegen auch nicht von mir verwendet.
6. Verfahrenswege bei Verdachtsfällen/ Beschwerdewege
Bei der Vermutung, dass eine Schutzperson Opfer sexualisierter Gewalt geworden ist oder wenn
eine Schutzperson davon berichtet, kann man sich an die Präventionsfachkräfte in der
Kirchengemeinde wenden.
Unabhängig davon besteht auch die Möglichkeit, sich an die Präventionsbeauftragte des Bistums
Aachen (Tel. 0241/452-204) zu wenden, oder an die Hotline im Bistum Aachen: 0173 - 96 59 436 .
An diese Hotline kann man sich auch wenden, wenn sich der Verdacht gegen MitarbeiterInnen der
Kirche richtet.
Darüber hinaus können Betroffene auch eigenständig Kontakt mit Beratungsstellen aufnehmen.
Eine Liste von Beratungsstellen findet man im Internet: http://www.praevention-bistum-aachen.de/
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Institutionelles Schutzkonzept der Pfarrei St. Josef und Fronleichnam Aachen
7. Qualitätsmanagement
Über die Maßnahmen zur Prävention informieren die Träger vor allem auf ihren Internetpräsenzen,
in den Pfarrbriefen und durch Aushänge.
Ideen, Kritik und Anregungen können jederzeit formlos bei den Präventionsfachkräften vorgebracht
werden.
8. Aus- und Fortbildung
Die Träger informieren ihre MitarbeiterInnen und BetreuerInnen gründlich über Prävention gegen
sexualisierte Gewalt und informieren regelmäßig über entsprechende Schulungsangebote.
9. Maßnahmen zur Stärkung von Minderjährigen und Schutzbefohlenen
Die Träger stärken Schutzbefohlene in der alltäglichen Arbeit durch wertschätzendes und
ermutigendes Verhalten der Mitarbeiter.
10. Inkrafttreten
Diese vorliegende Schutzkonzept wird für die Pfarrei St. Josef und Fronleichnam mit sofortiger
Wirkung in Kraft gesetzt..
Aachen, den
Unterschrift von Vertretern des Kirchenvorstands St. Josef und Fronleichnam
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Anlage 1
Persönliche Selbstauskunfts- und Verpflichtungserklärung
Herr / Frau _______________________________________________________________
Geburtsdatum ___________________________________________________________
Straße, Nr. ___________________________________________________________________
PLZ, Ort ____________________________________________________________________
Ich bestätige, dass das Bundeszentralregister in Bezug auf meine Person keine Eintragungen
über Verurteilungen wegen Straftaten nach den §§ 171, 174 – 174c, 176 – 180a. 181a, 182 bis
184f, 225, 232 – 233a, 234, 235 oder 236 StGB enthält und auch keine entsprechenden
Verfahren gegen mich anhängig sind.
Ich verpflichte mich, den Träger, für den ich tätig bin, über die Einleitung entsprechender Verfahren
umgehend zu informieren.
Datum, Unterschrift des Betreuers / der Betreuerin
Anlage 2
Verhaltenskodex
(Auszug aus dem Schutzkonzept der Pfarrei St. Josef und Fronleichnam)
4.Verhaltenskodex
Dieser vorliegende Verhaltenskodex soll dem Ziel dienen, die uns anvertrauten Schutzbefohlenen
zu schützen und enthält deswegen für alle BetreuerInnen verbindliche Verhaltensregeln.
Da in so einem Kodex nicht jeder erdenkbare Einzelfall geregelt werden kann, geht es darum, diese
Regeln situationsabhängig und verantwortungsvoll anzuwenden. Dabei kommt es weniger auf den
genauen Wortlaut an, als auf die dahinter stehende Intention des Schutzes.
4.1. Gestaltung von Nähe und Distanz
In der Arbeit mit Schutzbefohlenen bin ich mir meiner besonderen Rolle als Vorbild, als
Vertrauensperson und meiner Autoritätsstellung bewusst. Ich missbrauche dieses Machtverhältnis
nicht, sondern verpflichte mich dazu, meine Machtposition nicht auszunutzen. Das gilt auch beim
Eingehen von freundschaftlichen und sexuellen Beziehungen.
Spiele, Methoden, Übungen, Aktionen werden von mir so gestaltet, dass den Teilnehmenden keine
Angst gemacht wird. Individuelle Grenzen nehme ich ernst und respektiere sie und werde sie nicht
abfällig kommentieren.
Einzelgespräche und Übungseinheiten finden nur in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten statt.
Diese müssen jederzeit von außen zugänglich sein. Privaträume sind in aller Regel tabu für
Einzelgespräche. Wer aus guten Gründen von dieser Regel abweicht, muss dies immer transparent
machen. Das bedeutet beispielsweise, zuvor andere BetreuerInnen oder KollegInnen darüber zu
informieren; in begründeten Ausnahmefällen ist dies auch noch nachträglich möglich.
4.2. Sprache und Wortwahl
Ich passe meine Sprache und meine Wortwahl meiner Rolle an. In keiner Form des Miteinanders
verwende ich sexualisierte Sprache. Ebenso dulde ich keine abfälligen Bemerkungen und
Bloßstellungen, auch nicht unter Schutzbefohlenen.
Bei sprachlichen Grenzverletzungen werde ich meiner Rolle gerecht und schreite ein.
Schutzbefohlene nenne ich bei ihrem Vornamen. Spitznamen verwende ich nur, wenn das Kind /
der Jugendliche das möchte. Kosenamen wie z.B. Schätzchen oder Mäuschen verwende ich nicht.
4.3. Angemessenheit von Körperkontakten
Mit körperlichen Berührungen gehe ich zurückhaltend um und dann auch nur, wenn die / der
jeweilige Schutzbefohlene dies auch wünscht oder die Situation es zur Abwehr einer Bedrohung
(z.B. Straßenverkehr, tätliche Auseinandersetzungen unter Schutzbefohlenen) erfordert.
Ebenso schreite ich bei unangemessenen Körperkontakt unter Schutzbefohlenen ein.
Mir ist bekannt, dass körperliche Annäherung in Verbindung mit Belohnung oder Bestrafung
verboten sind.
4.4. Verhalten auf Freizeiten und Reisen und Beachtung der Intimsphäre
Soweit es meinem Verantwortungsbereich entspricht, werde ich dafür sorgen, dass auf
Veranstaltungen und Reisen Schutzbefohlene von einer ausreichenden Anzahl an BetreuerInnen
begleitet werden, bei geschlechtsgemischten Gruppen soll sich dies auch bei den BetreuerInnen
widerspiegeln.
Schutzbefohlene und BetreuerInnen schlafen in getrennten Räumen. Diese sollen nach Möglichkeit
geschlechtsgetrennt sein. Ausnahmen aufgrund räumlicher Gegebenheiten werde ich vor der
Veranstaltung klären und gegenüber den Erziehungsberechtigten und ggf. der Präventionsfachkraft
transparent machen.
In Schlaf- und Sanitärräumen; Umkleiden und ähnlichen Räumen halte ich mich als
Betreuungsperson in aller Regel nicht alleine mit Schutzbefohlenen auf. Ausnahmen kläre ich mit
der Leitung der Veranstaltung vorher ab.
Übernachtungen von Schutzbefohlenen in privaten Räumlichkeiten von mir oder anderen
Betreuungspersonen lasse ich in aller Regel nicht stattfinden. Mir ist bekannt, dass Ausnahmen
hiervon der Präventionsfachkraft nach Möglichkeit zuvor begründet bekannt gegeben werden und
gegenüber den Erziehungsberechtigten transparent gemacht werden müssen.
Zimmer und Schlafplätze aller Beteiligten beachte ich als deren Privat- bzw. Intimsphäre. Ohne
vorheriges Anklopfen betrete ich diese Räume nicht.
Ich fotografiere oder filme niemanden in nackten Zustand, aufreizender oder leicht bekleideter Pose
oder gegen seinen Willen. Machen dies Gruppenmitglieder untereinander, schreite ich ein. Mir ist
bewusst, dass das Recht am eigenem Bild uneingeschränkt zu beachten ist.
Mutproben gehören nicht in meine Arbeit mit Schutzbefohlenen.
4.5. Umgang mit und Nutzung von sozialen Netzwerken
Ich sensibilisiere Schutzbefohlene für eine verantwortungsvolle Nutzung der digitalen Medien und
sozialen Netzwerke. Gegen jede Form von Diskriminierung, gewalttätigen oder sexistischen
Verhalten und Mobbing beziehe ich Stellung und schreite ein.
Mir ist bekannt, dass jedwede pornographischen Inhalte, egal in welcher Form, nicht erlaubt sind.
4.6 Zulässigkeit von Geschenken
Finanzielle Zuwendungen, Belohnungen und Geschenke an Einzelne werde ich - wenn überhaupt
- nur in einem geringen Maße vergeben und ohne, dass daran eine Gegenleistung geknüpft ist.
4.7 Erzieherische Maßnahmen
Bei erzieherischen Maßnahmen steht das Wohl der Schutzbefohlenen im Vordergrund. Deswegen
sorge ich dafür, dass Maßnahmen im direkten Zusammenhang mit dem Regelbruch stehen und
angemessen sind. Jede Form von Gewalt, Erniedrigung, Bloßstellung oder Freiheitsentzug ist
untersagt und wird deswegen auch nicht von mir verwendet.
Aachen, den ______________
(Unterschrift des Betreuers / der Betreuerin)
Anhang: Handlungsleitfäden

Die Handlungsleitfäden des Bistums Aachen werden übernommen:




Pfarrgemeinde St. Josef und Fronleichnam - Leipziger Str. 19 - 52068 Aachen