Strassennamen des Ostviertels

Teil 21: Kirberichshofer Weg

Kirberichshofer Weg

Wie der Name „Weg“ schon sagt, hat diese Verbindung zwischen der Oranienstraße und dem Adalbertsteinweg ursprünglich eine nur geringe Bedeutung gehabt. Im Laufe der Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg änderte sich jedoch diese „Zuwegung“ in ihrem Charakter, so dass sie sich heute kaum noch von den anderen Zubringern in Richtung Adalbertsteinweg unterscheidet.

Von Süd (Oranienstraße) nach Nord (Adalbertsteinweg) konzipiert, weist der Kirberichshofer Weg ausschließlich Wohnbebauung auf. Westlich befindet sich die „O.T. Josefshaus“, eine „Offene Tür“, die sich der Jugendarbeit im Dienste der Pfarre St. Josef und Fronleichnam widmet und einen hervorragenden Ruf in ganz Aachen genießt.

Die Bezeichnung der Straße geht auf einen breit angelegten Hof zurück, der südlich in einiger Entfernung (Frankenberger Viertel) im Tal des Beverbachs lag. Schon zu napoleonischer Zeit  (1807) genoss das großflächige Anwesen, umgeben von Wassergräben, ein hohes Ansehen. Große, Schatten spendende Bäume sowie mehrere Fischteiche verleihen dem Hof einen parkähnlichen Charakter und machten ihn zu einem begehrten Ausflugsziel, zumal dort auch Milchprodukte zum Verzehr angeboten wurden, Den Höhepunkt seiner Beliebtheit erreichte das Gut, als 1886 ein geräumiger Saal dem Haupttrakt angeschlossen wurde.

Bis in den 2. Weltkrieg hinein florierte der Kirberichshof, der in diesem bei einem Luftangriff völlig zerstört wurde. Die Zerstörung des Hofes war so stark, dass ein Wiederaufbau im alten Zustand nicht mehr in Frage kam. Mit Blick auf den starken Wohnbedarf nach dem 2. Weltkrieg wurde das neue Gebäude zur Wohnnutzung erstellt.

Zur Erinnerung an den Hof bleibt nur noch der Straßenname.

Pfarrgemeinde St. Josef und Fronleichnam - Leipziger Str. 19 - 52068 Aachen